Skifreizeit Wilder Kaiser

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Unsere diesjährige Skifreizeit zum Wilden Kaiser (Österreich) begann für einen Teil der schneehungrigen Truppe (Deutschland) bereits um 22.00 beim hiesigen Italiener. Gestärkt und guten Mutes machten wir uns geg. 0.30 auf den Weg zum Treffpunkt Gemeindezentrum. Dort stießen wir dann auf die restlichen Skihasen, die die zweieinhalb Stunden nochmals in trauter Zweisamkeit zu Hause genossen haben. Eigentlich hätte es auch pünktlich losgehen können, hätte da nicht vor lauter Zweisamkeit die sonst mit Finanzen so umsichtige Schatzmeisterin ihren Rucksack mit der gesamten Urlaubskasse zu Hause stehen lassen. Gut wenn man auch noch einen zweibeinigen Schatz hat, der das in den Beinen hat, was die Angebetete nicht im Kopf hat. Und so konnten wir gegen 0.50 endlich starten.

Im Bus traf sich dann eine ganz illustre Gesellschaft, bestehend aus ca. 20 läufigen Damen des Lauftreffs Gedern und 4 Junggesellen aus Hünfeld. Unser Busfahrer entpuppte sich bald als Vogelstimmenimitator und einige von uns munkelten, es könnte sich hier um den ersten nicht erkannten Fall von Vogelgrippe in Deutschland handeln. Nicht ganz sicher waren wir, ob er sich selber nicht für einen australischen Rennvogel hielt, denn trotz starker Schneeverwehungen blieben wir stets mit unserem Bus auf der Überholspur. Dennoch erreichten wir pünktlich um 8.00 Uhr und bei bester Gesundheit Kufstein und schließlich auch unser Hotel. Das große Massenan- und –umziehen fand dann in der hauseigenen Sauna statt, da unsere Zimmer noch nicht bezugfertig waren. Dass nicht manche die Socken und Skiunterhosen des Nachbarn angezogen hatten, war einigen Umsichtigen in dem Kleiderchaos zu verdanken.

Der Berg rief und so saßen wir auch schon um 9.00 in der Gondel. Spätestens jetzt sehnten sich die Weicheier unter uns in die doch gemütliche Saunaatmosphäre zurück. Der Wettergott meinte es am ersten Tag nicht sonderlich gut mit uns. Schnee, Schnee, Schnee und nichts als Schnee. Auf den Pisten so sehr ersehnt, war er auch von oben unserer stetiger Begleiter. Und so flüchteten wir bereits um

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15.00 Uhr, völlig durchgefroren und eingemummt wie die Bankräuber, in den Schneepilz im Tal zum ersten Apres-Ski. Um 18.00 Uhr stand der Bus „schon“ bereit um uns abzuholen.

Zum Abendessen stand ein weiteres Highlight auf dem Programm. Ein Überraschungsgast fand sich ein: unsere Silvi, die voll Elan und guter Laune unsere Truppe verstärken sollte. So klang der Abend in gemütlicher Runde aus und bei ständigem Vogelgezwitscher aus.

Die Nacht über schien der Himmel sich erst richtig auszuschneien und allen Unkerufen zum Trotz hat unser Busfahrer mit seinem Adlerauge doch den richten Bus freigeschaufelt. Pünktlich um 9.00 Uhr saßen die meisten auch auf ihren Plätzen. Dass die Busbesatzung auf ein Schmusepärchen warten musste, das 8 Minuten länger brauchte, kostete die beiden später eine Pistenrunde. Eine Runde hätten wir auch von unseren Lauffrauen erwartet, die ein Geburtstagskind an Bord hatten. Aber entweder war unser Ständchen zu leise oder hat nicht gefallen, denn der ausgeschenkte Willi kam bei uns nicht an. (Aber wie wir später berichten werden, hat dies unser erster Vorsitzende für uns alle nachgeholt).

So ist diese Runde an uns vorüber gezogen und die Wolken taten heute dasselbige, denn hier und da blitzte schon die Sonne durch. Und so schien es ein wundervoller Skitag zu werden.

Zu einigen mittelschweren Kollisionen kam es in gewisser Regelmäßigkeit zwischen Andi (weibl./156 cm/ 50 kg) und Andi (männl./180 cm/ 98 kg). Da Andi einen ganz passablen Ski fährt – im Gegensatz zu Andi – konnte doch schlimmeres vermieden werden. Andi fand die ganze Aufregung halb so wild, denn ihm zufolge „ist noch keine Maus unterm Mehlsack erstickt“.

Nach der wohlverdienten Mittagspause und einem tollen Skitag fanden wir uns gegen 16.00 Uhr im Waldalmhof zum Apres ein. Wenn Erhard doch nur geahnt hätte, dass hier die Wutz fliegt, hätte er in der Sauna bestimmt kalte Füße gekriegt. Besonders hervorzuheben ist hier unser Peter, der nicht nur auf der Piste, sondern auch auf der Tanzfläche eine gute Figur machte. So feierten wir eine rundum gelungene Party und mit kräftiger Unterstützung der Gederner Laufladies wurde unsere Abfahrtszeit zweimal

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um eine halbe Stunde nach hinten verschoben, sehr zum Leidwesen unserer Heike, die eigens aus Bollwerk angereist kam und just an diesem Nachmittag das erstes Magen-Darm-Opfer der Gruppe wurde.

Tapferer schlug sich da doch die Uli – unser zweites Lazarettmitglied - , die schon mit fast Tennisball dicker Backe den Tag überstanden hat und nach zwei bis sieben Willis Ihren Zahnschmerz hintergespült zu haben schien. Als guter Tipp sollte sich das Kauen auf einer Küchennelke erweisen. Vielleicht hilft das im anfänglichen Stadium einer Karies, aber kaum bei einer ausgeprägten Kiefernhöhlenvereiterung.

Nichts desto trotz stand unsere Prinzessin Eisenhart am nächsten Morgen wieder um 9.00 auf den Brettern, die an diesem Tag die Welt bedeuteten. Denn neben unserer Skifreizeit fanden auch noch die Olympischen Winterspiele statt und Ski alpin war angesagt.

Bei strahlendem Sonnenschein hieß es für alle noch mal richtig austoben.

Und für die, die gar nicht klein zu kriegen waren bot der Waldalmhof noch einen besonderen Nervenkitzel, den Schleuderball, der gerade die mit Magen-Darm-Grippe dazu einlud sich 70 m in die Luft katapultieren zu lassen. Eine Viertelstunde bis zur Abfahrt hatten wir noch und genau die nutzte Heiko für seinen Luftsprung.

Dann hieß es Servus sagen, denn die Heimfahrt stand bevor. Nun lief der Vorgang genau in umgekehrter Reihenfolge - nur das Chaos in der Sauna war dasselbe. Aber letztlich hatte jeder seinen Nebenmann im Bus und Albatros konnte starten.

Die Fahrt erwies sich als recht feucht-fröhlich und selbst unsere Uli mit ihrem „Zuckerstein“ in der Backe immer noch bestgelaunt. Manche vermuteten die Einnahme von starken Schmerzmitteln, vielleicht auch Opiaten. Weiterhin ist auch noch zu klären, ob sie diese nicht auch an ihre Busnachbarin Andi verabreicht hat, denn die beiden amüsierten sich köstlich mit ihrem Vordermann Peter und ließen die übrigen im Schlafwagenabteil kaum zur Ruhe kommen.

Ein weiterer Nachtschwärmer war unser erster Vorsitzender – wie bereits erwähnt, hat er die Geburtstagsrunde für uns alle nachgeholt, denn er frönte mit den Langstrecken-Damen kräftig der gebrannten Birne – und ließ sich hin und wieder auf ein Bier auch mal in unseren Reihen blicken.

Gegen 22.00 erreichten wir Neuhof und wieder einmal ist ein erlebnisreiches verlängertes Skiwochenende zu Ende gegangen.



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