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Herrenradtour 2010

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Herrenradtour RSC Monte Kali Neuhof 2010



Teilnehmer:

Peter ( Pitti ) Eisenstein, Ulli Eisenstein, Frank ( Frankie ) Eisenstein, Roger ( Rotsch ) Möller, Rainer Hillenbrand,(Frosch) Martin Möller, Martin Schönherr, Michael Liersch ( Liersche ), Steffen Hildebrand, Jürgen (Säckel ) Kreß ,Andreas Montag, Paul Storch, Norbert ( Nobbes ) Greif, Günter Auth, Elmar Raab, Bernd Imhof, Ivo Schmitt .

Die Tour wurde in diesem Jahr von Roger Möller, Martin Möller und Jürgen Kreß vorbereitet und geplant, meine Wenigkeit zeichnet am Rande ebenfalls mit verantwortlich.
Die Vortour wurde von den vorgenannten Organisatoren und Guides durchgeführt und begleitet von weiteren, erfahrenen Radsportlern des Vereins.
Sie verlangte diesen aufgrund der Wetterlage das Äußerste ab, denn die extreme Hitze hatte dieser Truppe stark zugesetzt und nur dank ständiger Flüssigkeitszufuhr mit mehr als 10 Litern pro Teilnehmer, erreichten die Männer unbeschadet das Ziel.

Am Wochenende vom 28. zum 29.08. 2010 fand dann die diesjährige Herrenradtour des RSC Monte Kali Neuhof statt, welche uns nach Speyer, der alten Domstadt führen sollte.

Kulturelles:

Speyer liegt in der oberrheinischen Tiefebene, an der Mündung des Speyerbaches in den Rhein, ca. 20 Kilometer südlich von Ludwigshafen und Mannheim und ca. 34 Kilometer nördlich von Karlsruhe ( Luftlinie ).

Speyer, eine der ältesten Städte Deutschlands, ist eine von den Römern gegründete Stadt und wurde Noviomagus oder Civitas Nemetum ( Hauptstadt des Stammes der Nemeter ) genannt. Sie war um das Jahr 600 Zentrum des Speyergaues.

Im Mittelalter war Speyer als freie Reichsstadt eines der bedeutendsten Zentren des römischen Reiches.
Zwischen 1816 und 1945 war sie Sitz der bayerischen Verwaltung der Pfalz, gehört heute als kreisfrei Stadt zu Rheinland Pfalz und hat ca. 50.000 Einwohner.

Bekannt ist Speyer unter anderem durch den Kaiser – und Mariendom – die weltweit größte, noch erhaltene romanische Kirche und zählt seit 1981 zum Unesco Welterbe.

Speyer beherbergt das Historische Museum der Pfalz, wie auch das neuzeitliche Technikmuseum, das als Pendant zum Technikmuseum Sinsheim weltweiten Ruf hat.
Im Technikmuseum Speyer hat man unter vielen anderen interessanten Luft- und sonstigen Fahrzeugen, die Boing 747-230 „Schleswig Holstein“ und die russische Raumfähre „Buran“ ausgestellt.

Zur Fahrt:

Die 17 Mann starke Truppe des RSC Monte Kali – nicht zu verwechseln mit der Crew „ 17 Mann auf des Toten Mannes Kiste“ begann die Fahrt in Bensheim, wohin wir zunächst mit Zug gefahren waren.
Ein ausgiebiges, kräftiges Frühstück verbunden mit verschiedenen, ausgesuchten Cervesa vom Fass, was ab Hanau mit einem edlen, italienischen Stöffche gemischt wurde, machte die teilweise noch müden und von der Zugfahrt verkrampften Waderln

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etwas lockerer, wobei die äußerliche Anwendung vorgenannter Stoffe tunlichst vermieden worden war.

In Frankfurt, wo der Umstieg in die Odenwaldbahn stattfand hatten wir noch die Zeit, den „dritten Bildungsweg zu erkunden, der über das Kiosk am Bahnhof führt“.

Anmerkung:

Es handelt sich hierbei aber nur um eine hochinteressante Werbung der Frankfurter Rundschau, um etwaigen Spekulationen vorzubeugen, welche der geneigte Leser dieser Zeilen vielleicht anstrengt. ( Ein Schelm sei, wer hier Böses dabei denkt J )

Dann ging die Fahrt nach Bensheim, von wo die diesjährige Herrenradtour Radfahrmäßig startete.

Kaum aus dem Zug ausgestiegen, musste die Truppe noch eine Zwangspause einlegen, da Rehi auf dem Bahnsteig einen „Platten“ vermeldete.

Nach der Aufstellung am Bahnhof Bensheim und dem Appell des Rudelführers an die heißspornigen Männer, sich diszipliniert zu verhalten und den Weisungen der Tour-Guides unbedingte Folge zu leisten, ging die Fahrt aus Bensheim heraus in Richtung Weinheim, wo wir den wunderschön gelegenen Badesee „Waidsee“ ansteuerten, um dort eine ( Getränke )- technische Rast in der „Cabana Beach Bar“ zu machen.
Von der Sonne wurden wir nicht gerade verwöhnt, dennoch war das Radfahren bei gemäßigten Temperaturen angenehm, wenn man bedenkt dass bei der Vortour die Planer mit Temperaturen an die 40 Grad zu kämpfen hatte, was einen enorm hohen Flüssigkeitsverlust mit sich brachte, der seinerzeit mit ca. +-10 Liter Flüssigkeit pro Mann jedoch einigermaßen ausgeglichen werden konnte.

Hier ist unbedingt zu erwähnen, dass unser Frosch absolute Ortskenntnis vorzuweisen hatte, da er ja längere Zeit für seine berufliche Weiterbildung in Heidelberg verbracht hatte und hierbei jede Gelegenheit nutzte, die Umgebung mit dem Fahrrad zu erkunden und Land und Leute kennenzulernen.
So war es natürlich kein Wunder, dass bei der Vortour schon zahlreiche Stationen angesteuert werden mussten, weil Frosch überall Guten Tag sagen musste.

Über Ladenburg ging die Fahrt dann nach Heidelberg.
In Heidelbergs schöner Innenstadt, galt es einen „knackigen“ Anstieg zu bewältigen, mit dem keiner gerechnet hatte und so kam es zur ersten Bergwertung.
Hierbei hat der Verfasser zwar nicht sein „Herz verloren“, aber die Kette am Fahrrad, denn die verabschiedete sich mit einem lauten Krachen und riss entzwei L

Dank der versierten Fachkunde unseres „Säckel“ war der Schaden schnell behoben, jedoch unter heftigem und lauten Gelächter, denn statt der benötigten 8-fach Ersatzkette, hatte ich doch versehentlich eine 9-fach eingepackt.
Mittlerweile war die Sonne auch hinter den Wolken hervorgekommen und so belohnten wir uns erst einmal mit einer kalten Cervesa.

Am Dom wurde dann der ursprünglich geplante Halt zur Aufnahme von Kaffee und Kuchen gemacht.
Dann ging die Fahrt nach Schwetzingen, wo wir das wunderschöne Brauhaus „ Zum Ritter“ ansteuerten.
Als

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hätten wir’s geahnt, konnten wir in dem Brauhaus einem heftigen Unwetter trotzen, das sich über dem Brauhaus und Schwetzingen entlud.
Während draußen das Unwetter tobte, labten sich die Radler im Brauhaus bei vorzüglicher Küche und dem köstlichen Brauhaustrunk.

Der Aufbruch fiel so manchem nun etwas schwerer, aber die letzten Kilometer bis Speyer mussten noch in Angriff genommen werden.
Noch einmal wurden wir mitten in der Feldgemarkung zwischen Schwetzingen und Speyer – irgendwo im Niemandsland – durch eine Panne aufgehalten.
Im Licht der Akkuleuchten wurde aber auch diese Panne schnell behoben und wir konnten dann die letzten Kilometer unbeschadet bis zum Hotel durchfahren.
In Speyer war an diesem Wochenende ein großes, historisches Fest im Gange.
Wir hielten uns deshalb auch nicht lange im Hotel auf und nach dem Check In und einer schnellen Dusche, begaben wir uns in die Altstadt.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen, wurden die Räder wieder beladen und wir steuerten zunächst das Technik Museum unweit unseres Hotels an, wo unter anderem die Boing 747 zu bestaunen ist.
Hier warteten wir auch den einsetzenden Regenschauer ab, bevor wir die Weiterfahrt antraten.

Von Speyer fuhren wir nun in Richtung Mannheim, vorbei an der SAP Arena, nachdem wir den Rhein per Fähre überquert hatten.

Über Ilvesheim ging es weiter nach Ladenburg, wo wir am Neckar in einer Pizzeria ein verspätetes Mittagessen einnahmen.
Der griechische „Italiener“ verwöhnte uns trotz seiner kleinen Küche, aus der die Speisen dann doch relativ flott kredenzt wurden, nachdem er zuvor bei der Bestellung daraufhingewiesen hatte, dass möglichst nicht alle eine Pizza bestellen sollten, da die Kapazität seines Pizzaofens der Truppe nicht gerecht werden könne.

Dann ging es weiter nach Bensheim, das wir ohne größere Pausen ansteuerten.
Der Weg führte uns zu „Willis Scheune“, wo wir bereits bei der Vortour einen Innenhof bewundert hatten, der seinesgleichen suchen dürfte!!!
Von wundersamen, baulichen Gegebenheiten die einer behördlichen Überprüfung sicherlich niemals stand gehalten hätte und eine unverzügliche Zwangsräumung zur Folge haben würde abgesehen, bietet dieser „idyllische“ Ort einen wahren Sammelplatz für allerlei Schnick Schnack und Kleinode.

Willi – ein Unikum der besonderen Art, vergleichbar etwa mit dem sicherlich weit über Steinaus Grenzen bekannten „Met Paul“ – begrüßte uns mit seinem unnachahmlichen Lächeln, wobei die Blicke der Besucher an das Innere seiner Mundhöhle und eines seinesgleichen suchenden Zahnfriedhofes gefesselt werden.

Glücklicherweise hatten wir zuvor telefonisch unser Eintreffen angekündigt und die Platzreservierung vorgenommen, denn Willis Scheune war voll besetzt.
Nach der zweiten Runde, waren die Biervorräte aufgebraucht und wir genossen nun noch einige Flaschen hervorragender Weine aus der Region.

Leider mussten wir dann schon den Bahnhof ansteuern, um nicht in die Verlegenheit zu kommen, möglicherweise noch ein Quartier für die Nacht suchen zu müssen.

Die Heimfahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse und in Hanau entstieg der Verfasser dann dem Zug, der mit den restlichen Mannen schnell in der Dunkelheit entschwand.
So blieb mir denn auch –leider- der Abschluss der Fahrt verborgen, die wie so oft bei Kalli geendet haben soll………………..



Ivo Schmitt

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